Stimme – Stimmung – Stimmungsvoll

„Sie haben aber eine schöne Stimme!“, sagen Gäste zu mir in einem Telefonat. Anfangs dachte ich, naja, das werden Sie wohl immer sagen, oder? Dann häuften sich dieses Aussagen auch in Sessions oder in Vorgesprächen, so dass ich irgendwann dachte, oha, das scheint nicht ganz zufällig zu sein.

Meine Stimme ist ein Instrument für mich und für Dich, genauso wie meine Hände, meine Füße, meine Haut, mein Geruch. Sie hat als Werkzeug eine große Bandbreite, ich kann sie bewusst warm und weich färben oder ihr ein hartes Klirren geben. In Kombination mit der Ausstrahlung meines sonstigen Auftretens kann das irritierend oder verführerisch wirken. Meine Stimme kann Dich sanft berühren, während meine Hand Dich kräftig schlägt, oder meine Nägel sich unnachgiebig in Dein weiches Fleisch krallen.

Um besser zu verstehen, wie genau Deine Fantasie gestrickt ist, kann mir helfen, Deine Worte mit meiner Stimme laut auszusprechen, um besser in Resonanz und in Rapport mit Dir zu kommen. Dabei beobachte ich genau Deine Reaktion. Manchmal ist es das Wort an sich, das durch eine Fetischisierung sehr stark mit Bedeutung aufgeladen wird, oftmals ist es, als ob die Session an dieser Stelle beginnt, an der ich Deine Sprache benutze und damit zwischen uns beiden eine kleine Parallelwelt eröffne.

Es ist nicht nur die stimmhafte Sprache, sondern es sind auch Geräusche, die ich mache, die eine Wirkung auf den Gast haben. Dabei stelle ich fest, dass die „echten“ Geräusche, die eher im Körper (als Bauchstimme) entstehen, oftmals effektiver sind als die Geräusche, die in der Kopfstimme oder hoch oben im Hals erzeugt werden. Man kann die Stimme dann auch durch den Körper fließen lassen. Ein Beispiel, in der Vergangenheit habe ich auch in Clubs gearbeitet, wo viel und gern und öffentlich Verkehr geschah. Die schrillen Lustschreie waren dabei eher störend und wirkten kantig, so wie auswendig gelernt. War etwas wirklich lustvoll, lag die Stimme mehrere Oktaven tiefer. In der Sprecherziehung oder beim Gesangsunterricht wird auch gelehrt, dass die Stimme, die wir normalerweise zum Sprechen verwenden, eine andere Stimmlage ist als unsere eigentliche Stimme. Stimmen sind zivilisatorisch unterschiedlich erlernt, wer einmal in UK Frauen einer bestimmten sozialen Schicht zugehört hat, weiß, dass dort höher gesprochen wird und die Satzmelodie mit deutlich mehr Aufs und Abs gesprochen wird. Für mich hat es einen deutlichen Einfluss auf mein Alter Ego, wenn die Sessionsprache Englisch oder gar Spanisch ist. Meine Stimmlage ist dann eine andere. Meine Stimmung ist anders, ich bin auf Englisch deutlich eher zu emotionalen Äußerungen bereit als auf Spanisch oder gar Deutsch. Dafür ist meine Sprache auf Deutsch viel rationaler und reduzierter. Auf Spanisch ist sie tiefer und erdiger.

Es ist ein Werkzeug für mich, meine Stimme unterschiedlich zu nutzen. Manchmal spreche ich in einer dominanten Session 1–2 Oktaven tiefer und deutlich mehr in Resonanz mit meinem Bauch und Unterleib. Bei den wenigen passiven Sessions, die ich für ausgewählte Gäste anbiete, ist es anders. Da lote ich gern auch die Höhen und die aspirierten Stimmlagen (Vokale mit Atem) aus.

Gefällt mir ein Wort oder eine Stimme gut, probiere ich für mich aus, wie es sich anfühlt so zu sprechen. Manchmal bringt mich das auf neue und spannende Ideen. Im Dirty Talk versuche ich nicht nur die rauchigen, gehauchten Stimmen zu verwenden, sondern auch mal klirrende, harte Stimmen. Ich mag dann Worte mit vielen Konsonanten und Klicklauten. Ich mag es mal zu zischen, oder zu brummen, oder auch mal die Stimme zu erheben. Es ist sehr wohltuend, mal den ganzen Körper mit seiner Stimme zu füllen.

Ich mag differenzierte Sprache, wenn man der Stimme am Timbre eine leichte Ironie und eine tiefverwurzelte Intensität anhört. Ich habe es noch nicht probiert, aber ich glaube, dass nicht nur ich Menschen mit meiner Stimme (und dem, was ich sage) zum Höhepunkt bringen kann, sondern auch umgekehrt.

Deswegen kann ich den Satz „Ich höre Stimmen!“ für mich sehr gelassen, und entspannt und auch ein bisschen erregt aussprechen.

Stutenbissigkeit versus Kollegialität

Der schmale Grat zwischen Netzwerk und Nervkrieg

Als Sexarbeiterin arbeitet man zumeist selbständig, ist eigenverantwortlich und autark. Das übt große Attraktivität auf mich aus, denn ich würde meine Handlungsfähigkeit und meine Freiheit als das höchste Gut in meinem Leben beschreiben. Engen mich Dinge oder Umstände ein, überlege ich sehr genau, ob es mir das wert ist, mich einschränken zu lassen. Ich mag es nicht, gegängelt zu werden, Intrigen sind mir zuwider und diese wohlmeinende Pseudofreundlichkeit à la „ich gebe Dir mal einen guten Rat“ verbuche ich in den allermeisten Fällen und zu Recht unter einem sehr grundsätzlichen Zitat: Ratschläge sind auch Schläge!

Dennoch genieße ich Kollegialität, Austausch und Loyalität. In vollen Zügen. Denn es kann sehr inspirierend sein. So kann man in der gemeinsamsten aller Sachen:

der Sexarbeit Respekt und ihre ihr zustehende Akzeptanz zu verleihen

sowie

gegen Stigma und Engstirnigkeit anzugehen

auf mich zählen.

Auf Zickenkrieg und Lotterleben in Studios verzichte ich allerdings gern. Ich bin zum Beispiel nicht dabei, wenn man sich am Abend noch schnell den notwendigen Pegel von was-auch-immer anzüchten muss und dabei über Gäste ablästert. Ich finde es zum Kotzen, wenn ich mitbekomme, wie Kolleg*Innen übereinander herziehen. Hey, wir sind nicht alle beste Freunde, und auch ich habe Vorbehalte oder Bedenken manch einer Gestalt gegenüber, die die SM-Szene dieses Landes so bevölkert. Muss ich das dann vor mit hertragen, wen interessiert das denn? Keine Frage, ich kann es gar nicht vermeiden, mir eine Meinung zu bilden, aber es ist meine und die darf ich behalten. Für mich.

An die Studiobetreiber landauf / landab: Ich bin oft total baff und beeindruckt, was für tolle Orte ihr entstehen lasst, wieviel Herzblut und Kreativität in Eure Räume fließen und was für ein hohes Maß an Organisation ihr vorhaltet, damit Leute bei Euch gern einmieten. Danke dafür. Aber ich bin nicht Euer Punchingball, sondern eine sehr gute Kundin, die auch woanders ihr Geld verdienen kann. Und ich mag es, wenn ich merke, dass das Ambiente gepflegt wird, die Chefetage vorlebt, dass man gut und wertschätzend miteinander umgehen kann, und es die Bereitschaft gibt, Ideen umzusetzen, wie Workshops, Parties, Vereine, politische Arbeit.

Ein gutes Miteinander braucht Toleranz und etwas Engagement von beiden Seiten. Vielleicht gefällt es mir nicht, wenn ich der Kollegin hinterher räumen muss, oder im Chaos des Aufenthaltsraumes meine eigenen Schuhe nicht mehr wiederfinde. Vielleicht stört es sie, dass wenn ich Dirty Games mache, eine gewisse Geruchsentwicklung unausweichlich ist. Toll, wenn wir in solchen Situationen es schaffen, mal drüber hinweg zu sehen, oder das Wort direkt an den- oder diejenige zu richten, oder wertschätzend auf Distanz zu bleiben. Toll ist es auch, wenn wir im Falle eines offenen Worts einen Moment abpassen, in dem es nicht eine Session stört oder jemanden in arge Bedrängnis bringt. Toll auch, wenn ich bevor ich meinen Mund aufsperre mal kurz in Rapport mit mir selbst gehe: bin ich gerade ungehalten oder möchte ich eine Lösung konstruktiv ermöglichen? Man sollte sich zurückhalten, wenn die eigene Laune gerade angefressen ist. Man kann sowas auch mit ein bisschen Distanz klären.
An die Kolleg*Innen: Ich kenne viele tolle Menschen in der Sexarbeit. Manche berühren mich so stark, dass ich sogar einen Gast mit ihnen teile, oder gemeinsame Specials anbiete. Das inspiriert mich ungemein. Es ist die Neugier darauf und das Wissen, dass es aufregende Dynamik geben kann, und es ist der Mut, es zu versuchen, obwohl man ja eigentlich Einzelkämpfer*In ist und bleiben will. Ich brauche für sowas keine Kuschelatmosphäre, sondern eher Vertrauen und gute Kommunikationsstrukturen. Ich werbe keine Gäste ab, nicht bewusst. Wir sind alle so vielfältig, dass es absurd ist, sich gegenseitig zu boykottieren. Ich lerne gern dazu und teile auch gern mein Wissen und meine Erfahrung. Gäste schätzen es sehr, wenn ich jemand empfehle, oder auch mal sage, dass ich eine Praktik nicht anbiete oder mich da zu wenig auskenne.

Die andere Seite ist, dass ich immer wieder die Erfahrung mache, dass in Studios Rücksichtnahme ein absolutes Fremdwort ist. Die Raucher kümmern sich einen Dreck darum, dass es für die Nichtraucher unangenehm bis unaushaltbar ist, wenn nicht gelüftet wird oder in dem Raum auch geschlafen wird. Sage ich, dass es auch andere Arten gibt mit diesem leidigen Thema umzugehen, wird mir eröffnet, dass das nicht stimmt. Überall wo *sie* arbeiten ist das *so*. Ich mag es auch nicht um die Essensreste meiner geschätzten Kollegen herumzuschippern, wenn mein Gast ein Glas zu trinken im Vorgespräch wünscht. Ich beteilige mich gern an Aufgaben, wie Ordnung in gemeinsam genutzten Bereichen einhalten, oder die Waschmaschine mit meiner Dreckswäsche beladen. Handtücher falten, Kloputzen, alles was so anfällt. Mannomann, das alles sollten wir uns doch wert sein. Wie kann ich einen Service anbieten, für die der Gast zwischen 200 und 250€ pro Stunde auf den Tisch legt, und darf mich nicht trauen genauer in die Ecken zu schauen, oder finde keinen Putzlappen mehr, mit dem ich hinter mir saubermachen kann?

Ja, es stimmt, manchmal spuckt man mir verbal in die Suppe, und es entsteht ein furchtbar unangenehmes Klima. Manchmal grassiert hinter dem Vorhang der Session unter Kollegen Verrohung, Verwahrlosung und eine geradezu grenzenlose Vanitas, wie High Class und gebucht sie sind. Wie viele Anrufe in Abwesenheit sie hatten, wie nervig ihr Klingelton scheppern kann, wenn sie im Termin sind, und wie sehr sie sich vor anderen Kolleginnen ekeln, oder kolportieren, ihr Gast hätte ihnen da was gesteckt.

Genug, mein Vorschlag wäre: Psychohygiene an sich selbst üben. Lebe ich nur noch im Studio, oder habe ich auch noch ein Leben sonst? Wie sieht es eigentlich mit meinen Beziehungen zu anderen Menschen aus? Was ist mir wichtig, was freut mich, was inspiriert mich? Sexarbeit ist Arbeit, deswegen funktionieren diese Strategien wie Work-Life-Balance und Abgrenzen auch in unserem Arbeitsalltag.

Und wenn das alles nicht hilft, steht am Ende die Frage: Muss ich mir ein anderes Studio mit andere Bedingungen suchen?

Wir sind alle schon groß – wenn wir nur manchmal an unser eigenes Ego heranwüchsen, und erwachsen mit uns und unserem Umfeld umgehen würden, dann kann ich mich klar PRO Netzwerk und klar KONTRA Nervkrieg entscheiden.

Staatlich registrierte Hure, ohne staatliche Anerkennung

Das Prostituiertenschutzgesetz ist seit dem 1.7.2017 in Kraft und sorgt für allerhand große und kleine Neuerungen. Seit einigen Tagen bin ich auch registriert, und habe einen Ausweis der Bundesdruckerei. Das ist allenthalben ein ziemlich dünnes Papierchen, erinnert ein wenig an den alten Führerschein, und wird mit der Zeit wohl genau so ein Lappen werden.

Man erlebt da allerlei Dinge, wenn man sich dem Prozedere der Registrierung, (Zwangs-)Beratung und Belehrung beugt. Man erlebt große Unsicherheit auf den zuständigen Stellen und man erlebt mangelnde Diskretion von Seiten der Behörden. Man erlebt Ablehnung, Unverständnis und Auslieferung.

Eins nach dem Anderen. Es war lange nicht bei den Sexworker*Innen angekommen, was ihnen da blüht, noch im Dezember habe ich Frauen gesprochen, die wie ich in SM-Studios arbeiten, und die keinerlei Bewusstsein darüber hatten, dass sie nach dem 31.12.2017 ihre Tätigkeit nicht mehr legal ausüben können.

Wie gehst Du mit dem Gesetz um?, war meine Frage.
Ach, das findet sich schon –
ich lass das auf mich zukommen –
weiß ich noch nicht –
kann ich dann wirklich ohne Anmeldung nicht mehr arbeiten?

Auf diese Haltung komme ich später nochmal zurück, das ist nämlich ganz interessant, was da passiert…

Gleichzeitig stieg mit Zunahme des Jahres und Abnahme der Kalenderblätter auf dem Jahreskalender 2017 der Druck. Bundesländer wie Bayern boten ca. ab September die Möglichkeit zur Anmeldung und vergaben Termine. Effizient – bajuwarisch- aber unter der pittoresken Oberfläche gleichermaßen großes Chaos, denn noch bis Anfang Dezember war das Prozedere nicht einmal einheitlich in Bayern selbst geregelt. So war bis Anfang Dezember die Anmeldung in Aschaffenburg noch kostenfrei möglich. In München, Nürnberg und Augsburg fallen Gebühren für die Registrierung an,
35€ für die Gesundheits„beratung“ und
35€ für die Registrierung.
Möchte man einen Alias miteintragen lassen, kostet das nochmal zusätzlich 35€. Wieso eigentlich? Es ist eine Zeile mehr, die in den Ausweis eingetragen wird…

Andere Länder wie Berlin oder Brandenburg boten bis Ende 2017 keine Möglichkeit zur Anmeldung, die Preisgestaltung lag im Dunkeln, hier übernahm teilweise das Ordnungsamt, in Bayern ist das Gesundheitsamt zuständig. Termine zur „rechtzeitigen“ Anmeldung waren nicht zu bekommen, klar, viele Sexarbeiter*Innen reisen, und für eine weitere Aktivität im Süden musste man angemeldet sein, da den Studiobetreibern sonst heftige Sanktionen und Bußgelder in Aussicht gestellt wurden. Also drängelten sich viele um sehr wenige Terminplätze in den Metropolen des Anschaffens im Süden.

Zurück nach Nürnberg:
Die Situation vor Ort ist beklemmend. Heute ist der Termin meiner Gesundheits(zwangs)beratung. Im Haus ist der Infektionsschutz und andere Stellen rund um das Thema Hygiene und Gesundheit angesiedelt. Ein Großraumbüro mit Empfangstresen bietet null, null Diskretion. Der Ton ist freundlich, das muss man sagen. Allerdings auch hier wieder die Situation, das immer andere Leute gegenwärtig sind. Wäre ich nicht längst geoutet, spätestens hier würde ich mir Sorgen machen, wer was von meinem Anliegen mitbekommt und wer mich hier vielleicht von früher kennt. Das Beratungsgespräch ist freundlich naiv. Der Ton der jungen Frau ist respektvoll, wertschätzend und die Atmosphäre des Gespräches ist unbefangen. Das lief gut und dürft auch so weitergehen.

Pustekuchen. Neues Jahr, neuer Termin, nun wird registriert. Dazu muss man in den Keller, die Anmeldung ist direkt neben der TBC-Stelle, samt und sonders Hinweisen, wie man sich zu verhalten hat, wenn jemand hustet, und so weiter. Tolle Aussichten. Keller, Krankheit und Beklemmung. Bei der eigentlichen Datenerfassung unterhalte ich mich mit der Sachbearbeiterin. Nein, sie könne sich nicht vorstellen, dass in anderen Bundesländern keine Kosten zur Registrierung erhoben würden, sie hätten schließlich Dinge anschaffen müssen, weist auf den Drucker und den Scanner, und auf das Papier der Bundesdruckerei. Ich frage, wofür dann meine nicht ganz unerheblichen Steuern verwendet werden? Klar, die Frau weiß das auch nicht. Ich auch nicht. Ein Passbild wird eingescannt, Postadresse erfasst. Es würde nun eine Meldung ans Finanzamt geben, teilt man mir vorsorglich mit. Ich sage, ich erkläre meine Einkünfte seit Beginn meiner Tätigkeit. Aha.

Nächste Runde. Belehrung bei Frau, nennen wir sie mal „Streng“. Die Dame ist total überfordert von einer wie mir. Auf ihrer Bürotür steht rechtlicher Vollzug. Na mal sehen, was hier nun vollzogen wird. Ihre geklebten Wimpern klimpern, sie ist nervös, muss einen Bogen zu Rate ziehen, auf dem erfasst ist, was sie mir als nächstes sagen möchte. Ich springe ein: „Nur die Ruhe.“

Immer wieder fragt sie mich Details. Von meiner Berufsbezeichnung „Bizarrlady“ hat sie noch nie gehört. Lässt aber durchblicken, dass sie sich das auch lieber nicht näher vorstellen möchte. Und wenn ich „dann“ (heute – morgen – nächste Woche?) aussteigen will, dann dürfe ich das. Ja. Ich muss da nichts tun, was ich nicht möchte. Ja. Ich könne Kassenbons sammeln und dem Finanzamt vorlegen. Frau Streng ist ein unerschöpflicher Quell an Sätzen, von denen ich nicht weiß ob Sie die an mich richtet, oder an die kahle Wand hinter mir, mit meiner Situation hat das eigentlich alles nichts zu tun. Eins wird hier ganz deutlich. Die strenge Belehrerin kann sich nun gar nicht vorstellen, dass ich meinen Beruf liebe und ihn gern ausübe. Dass ich dafür Respekt und Wertschätzung fordere und nicht Stigmatisierung und Marginalisierung. Ich nutze die Gelegenheit um kurz was zum Thema Datensicherheit loszuwerden. Durch mein Outing weiß ich, was es heißt wenn Deine Existenz zerstört wird, weil Leute in Schubladen denken und keine Fantasie haben, aber viele Vorurteile. Meine Daten würden gelöscht, wenn ich nicht in 2 Jahren wieder käme. Gut und währenddessen?

Das weiß sie nicht. Sie will mich loswerden. Ich habe das Gefühl sie ekelt sich vor mir. Woher weiß ich dass sie nicht heute abend ihren Freundinnen über mich, die Bizarrlady, stell Dir vor, erzählt? Ist sie sich bewusst, was sie da eigentlich macht, mit ihrer abwertenden Haltung?

Dann wieder Warten. Die Realität ist, dass hier Frauen mit einem Mann sitzen und von ihm abwechselnd zum Rauchen geschickt werden, die Sprache ist eventuell polnisch oder tschechisch. Der Ton zwischen dem Mann und den beiden Frauen ist freundlich, witzelnd. Ich kann nur fantasieren, welcher Art von Sexarbeit die beiden wohl nachgehen mögen und wer der Mann ist. Das sind so kleine Bilder, die ich heute hier mitnehme. Nun bin ich wieder bei der Sachbearbeiterin vom Anfang, die meine Daten erfasste. Nun gibt es den Ausweis. Tadaa. Sie macht einen überforderten Eindruck. Es sind so viele. Und sie schafft das gar nicht alles.

Ich musste das erst einmal verdauen. Am nächsten Tag war ich dann nochmal dort, dachte ich schaue mir mal die Ärztin an, von der mir freudestrahlend in der Gesundheitsberatung berichtet wurde. „Anonym und gratis“ sei das. Könnte ich jederzeit in Anspruch nehmen. Wieder die mir bereits bekannte Situation am Empfangstresen. „Na, was wollen Sie denn von der Ärztin?“, dröhnt die fränkische Röhre, so dass sich Leute im Gang umsehen. Ich frage mich kurz, was ist hier die angemessene Antwort? Einen Abstrich meiner Vaginalflora? Puh! Die Medizinerin ist professionell und zugänglich. Keine Vorurteile, kein Verletzen meiner Intimssphäre, geht also doch.

Ich frage mich, was das alles noch geben soll, wenn die Verwalter des neuen Gesetzes so schlecht vorbereitet sind und sich so wenig unter unserem Beruf vorstellen können? Meine Erfahrungen fallen sicherlich nicht sonderlich aus dem Rahmen. Dennoch macht es was mit einem, sich dieser Prozedur zu unterziehen. Es verunsichert und macht ein flaues Gefühl, verdeutlicht, wie weit man außerhalb des Mainstreams steht, und wie groß Stigma, Entfremdung und Berührungsängste eigentlich sind.

Nun noch ein letzter Satz zu der Haltung, die mir da unter Kolleg*Innen begegnet. Jede*r in diesem Beruf legt sich ein dickeres Fell zu. Oft muss man sich Dinge in kleine Portionen runterbrechen, es läuft gerade nicht genug, und dann läuft es zu gut, dann wird man diskriminiert aufgrund der Arbeit, die man tut, und die Arbeitsbedingungen sind auch nicht immer die allerbesten. Da tut eine Prise von: „Das wird schon wieder.“ Oder: „Mache ich mir dann Gedanken drum, wenn es konkret wird!“ oder auch: „Ich bin nicht zwangsprostituiert, also geht mich das alles nichts an, ich bin da nicht gemeint.“ manchmal gut.

Angesichts der aktuellen Situation denke ich aber, Kopf in den Sand stecken gilt nicht! Wir sitzen nun alle in diesem nicht schwimmtauglichen Boot des Gesetzes und haben tüchtig Wellengang. Statt nur niedrigschwelliger Café-Arbeit und Kreativworkshop hätte ich gern Befähigung, politische Bildung und Kompetenzerweiterung für die Kolleg*Innen, Sexworker*Innen und ein Selbstverständnis, dass wir für unseren Beruf genau eins verdienen, nämlich Respekt!

Servus Mademoiselle Ruby: Franken als neuer bizarrer Lebensmittelpunkt?!

Ein Wandel steht kurz bevor, nach 5 Jahren sexworkender Tätigkeit im Dunstkreis der Metropole Berlin verändert sich Fräulein Ruby.

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich bleibe Berlin und auch dem tollen Studio Lux weiterhin erhalten. Aber die endlosen Autofahrten nach Nürnberg, Augsburg oder neuerdings Aschaffenburg gehören dann der Vergangenheit an.

Was hat dazu geführt? Hier die Chronologie der Ereignisse

Berlin ist eine tolle Stadt, aber es ist nicht einfach hier Fuß zu fassen. In den ersten Jahren meiner Tätigkeit als Sexworkerin habe ich eher in Clubs und im Escortservice gearbeitet und war noch Vollzeit angestellt. Einer „netten“ Dame gefiel es nicht, dass ich ohne moralischen Spagat Sexwork und tiergestützter Jugendsozialarbeit miteinander verbinden konnte, und sie outete mich kurzerhand, nach vorherigem Erpressungsversuch, beim Bezirksamt Berlin Marzahn-Hellersdorf. Die mit den dortigen Behörden verbundene Doppelmoral und Scheinheiligkeit, die fehlende Loyalität von Kollegen und Auftraggebern haben mich dann dazu bewogen, einen Strich unter dieses Kapitel zu ziehen. Damit stand mir die wunderbare Welt der Studios, Parallelwelten und das Reisen als Bizarrlady offen.

Der Klassiker: Eine Tür geht zu, dafür gehen andere auf.

In Berlin arbeitete ich im Studio Avalon, ließ mich von tollen Kolleginnen wie Lady Stella oder Lady Malena aber auch der wundervollen Madame Voilà inspirieren. Den Hausherrinnen Marlon und Mercedes sei hier der gebührende Respekt gezollt. Ich begann zu reisen, in den Süden. Ich hatte bereits in Erlangen studiert und kannte daher die Mentalität der Franken recht genau. Das half und ich hatte bald Stammgäste, mit denen ich neue, wundervolle Wege beschritt. Die Passion Factory ist nun meine neue Homebase und ich hoffe damit den zahlreichen Terminanfragen besser gerecht werden zu können.

In Berlin standen die Zeichen auf Veränderung, ich wollte gern eine andere Art von Studio und Studiomanagement kennen lernen und bewarb mich im Lux. Als eine der letzten Neuzugänge vor „Stopp – Wir sind voll“ rutschte ich ins Team. Hier herrscht ein sehr kollegialer Ton und ich fühle mich jedes Mal inspiriert von den extravaganten und kreativen KollegInnen.

Dank meiner Kollegin Cynthia entdeckte ich im letzten Jahr Augsburg als Ort für mein (Un)wesen und bin auch dort wieder von den guten Manieren und der Experimentierfreudigkeit der Gäste beeindruckt. Besonders große Freude hat mir hier die Gemeinschaftserziehung des Hauses gemacht, bei der man mich im Februar wieder antreffen darf. Ich freue mich auf mutige Zöglinge und zeigefreudige Züchtigungsobjekte, um Bewerbung wird hier gebeten.

Meine letzte Neuentdeckung war das Studio Catherines World in Aschaffenburg. Gemeinsam mit der quirligen Hausherrin Catherine hielten wir dort Anfang Dezember eine Vernissage ab, es soll nicht die Letzte gewesen sein. Große Ereignisse werfen auch hier ihre Schatten voraus. Bleibt dran und seid gespannt.

Things to come

Cynthia und ich werden in 2018 wieder unser Duo „Das doppelte Lottchen“ in gemischten Rollen anbieten. Triff uns in der Passion Factory oder im Domicile Dark Emotion, oder auch an anderen Orten, indem Du hier Deine Anfrage stellst.

Und es gibt noch etwas ganz Entzückendes zu berichten: Ab Januar 2018 wird es noch ein weiteres Duo geben, und zwar mit „Herr Mann“. Gemeinsam laden Euch alsbald zu
Cuckold Specials,
Paarevents,
Triaden mit 2 Männern und
Bi-Erziehungen ein.

Seid gespannt und freut Euch auf Herr Mann´s Vorstellung.

Zum Abschluss noch ein Wunsch: Ich möchte gern mehr Events, Straflager oder auch Parties federführend mitgestalten und freue mich auf Kolleginnen und Kollegen, die gemeinsam mit mir bizarre und frivole Feste feiern!

Cheerio

Eure Miss Ruby

Kurioser Kink: Kitzelfolter

Es ist ganz still im Zimmer, ich höre nur mein Ein- und Ausatmen, und ich spüre das Klopfen meines Herzens. So still ist es.
Ich kann nichts sehen, da er meine Augen Augenpflastern abgeklebt hat und darüber noch eine wunderbar nach Leder duftende Augenmaske gestülpt hat. Bewegen kann ich mich auch fast nicht, einige Riemen und Manschetten halten mich bequem aber zweckdienlich fixiert.
Der Boden knarrt verräterisch, als er sich mir nähert, daher weiß ich, dass nun etwas passieren wird. Mein Atem geht schneller, das Adrenalin rauscht bereits etwas in mir.
Ich bin gespannt: Wie wird es sich anfühlen, was macht es mit mir, kann ich komplett loslassen? Ich sollte Nylons anziehen, und ansonsten nur wenig Kleidung tragen. Das würde nur stören.
Eine leichte Vibration geht durch das stabile Holzbett, als er sich zu mir setzt. Ganz sacht streicht ein Finger über meinen Körper. Kein Wort wird gesprochen. Als nächstes spüre ich eine Feder, die jeden Fleck meines Körpers erkundet. Kommentarlos, aber unerbittlich. Ich spüre, dass meine minimalen Ausweichbewegungen bereits alles verraten. Der Übergang vom Rumpf in den Oberschenkel, die Achselhöhlen und der Rippenkasten sind die Verräter, bei denen ich unwillkürlich versuche der Feder auszuweichen, scharf einatme oder einfriere. Die Fußsohlen, die Innenseiten der Oberschenkel.
Als nächstes liege ich auf dem Bauch. Am Rücken ist das Gefühl der Feder unbeschreiblich. Je näher wir dem Lendenbereich kommen umso unruhiger werde ich. Ich habe das Gefühl, ich müsste platzen. Es ist schön, aber meine Nerven schreien laut, die Reizüberflutung ist komplett. Das Gefühl auf den Nylons an der Rückseite meiner Oberschenkel abgestrichen zu werden, begleite ich bereits von Rucken und Zucken, soweit mir meine Fixierung Spiel und Raum lässt.
Es ist eine hohe Kunst, eine Frau zu kitzeln. Erotisch zu kitzeln ist die Königsdisziplin dieser etwas verpönten Spielart. Es ist unmöglich, einfach drauflos zu kitzeln, wenn Du es nicht im Blut hast, oder selbst dieses Gefühl liebst. Du brauchst Geduld, Kreativität und Einfallsreichtum. Eine Fixierung im Stehen ist toll, oder im Hängen, aber das ist auch anstrengend auf Zeit. Auf den Nylons oder auf der nackten Haut? Kannst Du Dich selbst zurücknehmen, auch wenn diese sinnliche Frau ausgeliefert vor Dir liegt und Du eigentlich nur noch…? Wie steht es um Deine Ohren? Komische Frage? Naja, wenn eine Frau lauthals lacht und sich in Krämpfen kichernd kringelt, dann rollen da schon nennenswerte Frequenzen auf Deinen Gehörgang zu. Kannst Du damit leben, dass die Dame Deiner Wahl nach einer 2stündigen Kitzelsession zu nichts mehr in der Lage ist? Sie wird die nächsten Tage den Muskelkater ihres Lebens spüren, aber auf Wolke 7 im Endorphinhimmel schweben. Nach einer erfolgreichen Kitzelei ist Dein Kopf leer. Du hast an einem bestimmten Punkt losgelassen und Dich dem Ganzen hingegeben, um Gnade gebettelt, hyperventiliert und aufgegeben. Du hast es genossen und hast gelitten, Deine Synapsen standen unter Dauerfeuer und Dein größtes Organ, Deine Haut ist zum Multiplikator Deines Kindheitstraumas geworden. Und doch, es ist ein großartiger und seltener Genuss: Die Kitzelfolter.

BDSM und Coaching

Coaching, Beratung und BDSM

Was kann psychologische Sexualberatung leisten und wann sollte man besser eine Session buchen?

 

Immer wieder treffe ich Kolleginnen und Kollegen, die Weiterbildungen in einem beratenden Beruf (Sozialarbeit zum Beispiel, oder Heilpraktiker) absolviert haben. Sie sagen von sich, diese Weiterbildungen unterstützen sie in ihrem Beruf als SexworkerIn und sie spüren Berührungspunkte zwischen beiden Themen.

Ich selbst bin zertifizierter Coach, tiergestützte Therapeutin und Bizarrlady.

Ganz oft haben meine Mails und Gespräche mit Gästen (für Sessions) oder Klienten (also im Coachingkontext) Überschneidungen und Schnittmengen. Manchmal spüre ich auch am Ende einer Session, das beim Gast ein großes Thema innerhalb seiner Persönlichkeit angestoßen wurde, manchmal stellt sich mir die Frage: wäre es nicht toll, damit ein bisschen weiter zu arbeiten, so dass sich das Thema aus der sexuellen Ebene in eine eher allgemeine Ebene seiner Persönlichkeit übertragen ließe?

(Wer ein bisschen mehr darüber wissen möchte, wie ich selbst auf dieses Thema gekommen bin, kann gern hier weiterlesen: http://studioluxberlin.de/cms/mademoiselle-ruby.html)

Die Grenzen sind, wie so oft fließend. Beides, sowohl Session als Coaching, setzen Akzeptanz und Wertschätzung voraus. In beiden Situationen stelle ich meine persönlichen Präferenzen hinter denen des Kunden zurück, klar, ich biete an, was ich kann und möchte, aber in erster Linie geht es darum, dass wir möglichst nah an das Szenario oder das Ziel des Kunden herankommen.

Es gibt für mich einen ganz deutlichen Unterschied zwischen einer geglückten Session und einem wohltuenden Coaching. Die Session ist Selbstzweck. Meist geht es um Genuss und das Gefühl im eigenen Fokus zu stehen, man nimmt sich Zeit und Geld für sich selbst und sucht und findet ein Ventil für seine Lust.

Das Ziel eines Coachings geht über den Moment und meist auch über den Lebensbereich der Sexualität hinaus. Vielleicht gibt es einen großen Leidensdruck, der mit dem Wunsch eine Lösung zu finden, einhergeht oder eine große Veränderung in seinem Leben vorzunehmen. Manchmal ist es der Wunsch, mehr zu sich selbst stehen zu können, manchmal, besser klarzukommen mit dem, was das Leben so für einen bereithält. Grundsätzliche Fragen, wie der Sinn einer Beziehung, die Chance einer beruflichen Veränderung oder der Tod eines nahestehenden Menschen, könnte eine Situation sein, in der ein Coaching besser oder weiter hilft als eine gute Session. Manchmal geht es auch darum, ob sich der Klient zugestehen darf, eine bestimmte, vielleicht extreme Vorliebe zu haben, und ob und wie sich das in sein Leben einfügen kann. Da kann ich sanft aber konsequent Fragen stellen und dabei helfen, Lösungen auf den Weg zu bringen. Unkonventionell denken, zugewandt zuhören und weiterführende Fragen gemeinsam mit dem Klienten beantworten.

In einer guten Session gestalte ich einen besonderen Moment, der im Hier und Jetzt ist. Seine Strahlkraft über die festgelegte Zeit und den definierten Ort kann und möchte ich nicht beeinflussen, denn das liegt beim Gast und ich hoffe und tue alles dafür, dass dieser Moment gut ist und ihn hoffentlich lange trägt. Ein Leben verändern tut eine Session nicht. Ein Leben verändert auch ein Coach nicht, das tut der Klient selbst!

 

Windeln, Gummihosen, Ageplay: Ist das nicht lächerlich?!

Ein Plädoyer für die Absurdität

 

Kaum ein Fetisch ist derart mit Peinlichkeit und Absurdität belegt wie dieser… Babyplay, Adult Baby, Diaper Lover, Windelfetisch oder schlicht der Wunsch wieder klein zu sein. Gleich nach Kaviar steht diese Spielart gern auf den No-Go-Listen vieler Professioneller in der käuflichen BSDM-Welt. Ich biete diese Szenarien an, und werde immer wieder gefragt:

Was ist denn nun der Reiz daran?

Das kann sehr unterschiedlich sein, je nach Ausprägung, genauso wie bei anderen Vorlieben und Neigungen auch. Der eine liebt das Gefühl dick in ein Windelpaket eingepackt zu werden, der andere sucht nach der Demütigung des verwehrten Toilettenganges, und die Aufgabe ganz grundsätzlicher Körperkontrolle. Ein anderer möchte die bedingungslose Geborgenheit der Sitterin spüren, manchmal geht es da um eine strenge, aber nahbare Mutterfigur, manchmal um eine Gestalt, die in eine nur wenig ältere Rolle schlüpft, und ein absolut nicht altersgemäßes Verhalten von dem Zögling fordert, zum Beispiel, sich windeln zu lassen, oder Gummihosen zu tragen. Mir gefällt besonders daran, dass es mit dem Verlust der (erwachsenen) Würde einhergeht, und eine unheimliche Verwandlung mit dem passiven vor sich geht, der fast komplett aus dem Raum-Zeit-Kontinuum des Alltags herauskatapultiert und vollkommen absurde, aber sehr lustvolle Momente entstehen lässt.

Ageplay kann D/s-Komponenten enthalten, es kann um Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen gehen, und um Scham. Oft ist es Crossover. Ich zum Beispiel schlüpfe fast nie in die rein mütterliche Rolle, sondern bin sowas wie eine schwarze, gemeine Gouvernante oder Tante, die zugleich von einer äußerst sexy Ausstrahlung umgeben ist. Wie unerreichbar für mein Opfer in Windeln und/oder Gummihosen, mit dem ich nun mein böses und frivoles Spiel treibe.

In Beziehungen ansprechbar ist dieses Thema, wie viele ausgemachte Fetische, nur selten. Die Fixierung und der Lustgewinn aus dem Spiel drängt aber nach Umsetzung, so berichten viele Diaper Lover, dass sie in Ermangelung eines Partners ihrem Fetisch allein nachgehen und eben Windeln tragen, wenn es in ihr Leben passt. Ein passendes Gegenüber zu finden ist oft fast unmöglich.

Wieso kann man das so gut im Studio umsetzen?

In einem SM-Studio wie dem LUX schaffen wir einen geschützten Rahmen und größtmögliche Diskretion. Gesellschaftliche Konventionen sollten hier in Bezug auf die Fantasie, die Neigung oder den Fetisch möglichst keine Rolle spielen. Der professionelle Spielpartner kann mit der angefragten Spielvariation AdultBaby/AdultChild/DiaperLover gut umgehen und hat Ideen, wie er das kreativ umsetzen kann. Es gibt keine partnerschaftliche Beziehung, in der Begriffe, wie Respekt und Wertschätzung, Kinder oder deren Erziehung und die Erwartungen an den gesellschaftsfähigen Partner immer auch eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Es gibt stattdessen ein Zeitfenster, Kommunikation und Kreativität, die auf die Umsetzung auch der absurdesten Variation vom Kleinsein verwandt wird. Spott oder Gesichtsverslust kommt hier nur vor, wenn er in der Fantasie des Gastes eine Rolle spielt. Ansonsten herrscht hier im Rahmen des Angebotes der Mietenden im LUX Toleranz und Akzeptanz – eben auch für diese absurde“ kleine“ Perversion.